Micropayment / Abrechnung von Kleinstbeträgen

Thomas Rachel, MdB, Staatssekretär im BMBF und Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender heute auf dem AAL-Kongress 2012 in Berlin (Foto: AAL-ready.org)
Berlin, 24.01.2012-15:12 - Nach langen Jahren der Forschung und Entwicklung nehmen Techniken und Anwendungen für altersgerechte Assistenzsysteme erste praxistaugliche Formen an und werden langsam auch erschwinglich.
"In den vergangenen zwölf Monaten erhalten wir zunehmend konkrete Anfragen aus beispielsweise Handwerk und Architektur zur konkreten Umsetzung von Ambient Assisted Living", konnte Birgid Eberhardt, Referentin für AAL im Innovationsverband VDE e.V. am Dienstag auf dem 5. AAL-Kongress in Berlin verkünden. Mehr als 1.000 Teilnehmer und Experten diskutieren derzeit auf der Veranstaltung an drei Tagen Themen und Entwicklungen mit Schwerpunkt im Bereich intelligentes Wohnumfeld und Smart Living im Alter.
Inzwischen bewegen sich auch die Preise für Assistenzsysteme in Richtung akzeptale Größen. So sind nach Erfahrung von Dr. Axel Viehweger, Vorstandsmitglied beim Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e.V., die Kosten für AAL-Systeme im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 Prozent günstiger geworden. Schon im kommenden Jahr könnten die Kosten für so ein System für eine 50-qm-Wohnung demnach bei etwa 5.000 Euro liegen. Die Zielstellung für 2014 wäre dann bei akzeptablen 2.500 Euro. Schon wenn es gelänge nur zehn Prozent des Wohnungsbestandes entsprechend aufzurüsten, wäre dies nach Viehwegers Einschätzung ein "schöner Erfolg".
DKE legt "Normungsroadmap AAL" vor
Die Normungsorganisation DKE im VDE hat zum 5. AAL-Kongress erstmals "Die deutsche Normungsroadmap AAL (= Ambient Assisted Living)" vorgelegt. Deutschland ist laut dem VDE Vorstandsvorsitzenden Dr.-Ing Hans Heinz Zimmer international Vorreiter bei den Technologien und der Normung für AAL. Entsprechend werde die neue Normungsroadmap aus Deutschland auch noch ins Englische übersetzt, um deutsche Technik auf diesem Wege auch ins Ausland zu tragen, kündigte Dr.-Ing. Stefan Heusinger, Leiter des Bereichs Standardisierung in der vom VDE getragenen DKE, am Dienstag in Berlin an.

Ein AAL-Systemmodell (Grafik: DKE/AAL-ready.org)
BMBF kündigt Senioren-Werkstattgespräche an
Thomas Rachel, MdB, parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, kündigte auf dem AAL-Kongress für 2012 als neue Veranstaltungsreihe sogenannte Werkstattgespräche mit Senioren an, zunächst in Ulm, Lüneburg, Leipzig (10.02.) und Bonn. "Letztlich geht es darum, dass wir den demografischen Wandel mitdenken", so Rachel.
Laut VDE-Angaben läuft die "VDE/BMBF-Innovationspartnerschaft AAL" - sprich: die Förderung des BMBF - im März dieses Jahres aus. Die entstandenen Arbeitsgruppen zu Anwendungen, Geschäftsmodellen u.a. werden auf jeden Fall weiter arbeiten. Auch die Normungsaktivitäten in der DKE zu AAL werden unberührt fortgeführt.
Der nächste AAL-Kongress wird voraussichtlich erst in zwei Jahren wieder ausgerichtet. Im kommenden Jahr soll es dann aber andere Aktivitäten geben.
GEORG STANOSSEK
Redaktion(at)Portal-21.de
Der AAL-Kongress 2012
Mehr als 1.000 Teilnehmer und Experten verzeichnet in diesem Jahr der 5. Deutsche AAL-Kongress vom 24. bis 25. Januar 2012 im Berliner Congress Centrum (bcc), veranstaltet vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem VDE e.V.. Der Kongress gilt als Leitkongress im Innovationsfeld "Assistenzsysteme im Dienste des Menschen". Wie jedes Jahr bietet er Forschern und Entwicklern, Herstellern und Anwendern sowie Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden eine Plattform zu einem intensiven Meinungs-, Informations- und Wissensaustausch.
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